Alte Schule


In der Geschichte der Gemeinde Mellingen von Ortspfarrer Otto Förtsch ist zu lesen:

Im Jahre 1882 stellte es sich als immer nothwendiger heraus, statt der bisherigen unzureichenden Schulstuben zwei neue weite und lichte Schulsäle zu bauen.“

Man entschied sich für den südlichen Teil des Cantoratsgartens als Bauplatz und am 19. Juli 1884 wurde der Grundstein gelegt „…in welchem eine von Bürgermeister Sondhauß verlesene Denkschrift und eine von Lehrer Vockrodt  verlesene Urkunde gelegt wurden, worauf die üblichen Hammerschläge erfolgten.“

Das neue Schulhaus wurde am 30. August 1885 unter Beteiligung der ganzen Gemeinde eingeweiht und die zwei Räume von den beiden untersten Klassen bezogen. Danach wurde das Gebäude bis 2002 für Schulzwecke genutzt.

Nachdem 1968 die Schule in der Umpferstedter Straße gebaut war und dort acht neue  Unterrichtsräume zur Verfügung standen, unterrichtete man bis 1984 die 5. und 6. Klassen in der alten Schule.

1984 wurde der Erweiterungsbau der Schule mit 14 Unterrichtsräumen in der Umpferstedter Straße bezogen und damit  war die Nutzung der alten Schule für Unterrichtszwecke vorerst nicht mehr notwendig.

Der Schulhort zog in das Gebäude ein und ab ca. 1990 wurde dort auch eine Diagnose-Förderklasse unterrichtet.

Alte Schule vor der Sanierung 1999

Zwischen 1989 und 2002 wurden wieder die 1. und 2. Klassen in der alten Schule unterrichtet, weil die Kapazität in der Umpferstedter Straße nicht ausreichte.  Nachdem die Grundschule Mellingen 2002 mit der Grundschule Umpferstedt zusammengelegt wurde und Klassen auch in Umpferstedt unterrichtet wurden, wurde das Gebäude an die Gemeinde Mellingen zur Nutzung übergeben. 

Mit einem Tag der offenen Tür am 26.03.2011 wurde die komplett umgebaute „Alte Schule“ den Einwohnern von Mellingen als neues Bürgerzentrum übergeben.